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News aus der Klasse 1b

  • Januar 2020
Waldtag mit Bezirksförster Reinhold Gerster
Erinnerungen aus der Zukunft -

 „Den hab ich gepflanzt!“. Der alte Mann steht am Waldrand und berührt liebevoll den Stamm der stattlichen Eiche. Die Borke ist ähnlich faltig wie die großen Hände, die über sie streicheln. Vorsichtig gesellen sich zwei kleine Hände dazu. Sie gehören dem 6jährigen Urenkel. „Damals war ich genauso alt wie du, auch in der ersten Klasse der Anne-Frank-Schule“.
Und dann beginnt er zu erzählen von dem besonderen Ausflug, den sie damals unternommen hatten. Damals, im Februar 2020.
„Der Weg war ganz schön weit. Von der Schule bis hoch zum Waldrand. Aber als uns dort der Bezirksförster Reinhold Gerster begrüßte, waren die Anstrengungen schnell vergessen. Er erzählte vom Wald wie von einem ungeheuer wertvollen, aber auch zerbrechlichen Schatz, den wir entdecken durften. Ein Lebensraum, der gepflegt und beschützt werden muss. Wie bei einer Waage, die man im Gleichgewicht hält, können wir Menschen mithelfen, dass es dem Wald gutgeht. Neue Baumarten, die mehr Hitze vertragen, können dem Wald helfen, die Klimaveränderung zu meistern. Die Tiere brauchen Schutzräume, damit sie ungestört ihren Nachwuchs großziehen können. Manchmal muss man auch kranke Bäume herausholen, damit sie nicht gefährliche Käfer und Raupen anziehen.
Voller Begeisterung antwortete der Förster auf die alle Fragen, die wir zusammen mit unserer Lehrerin vorbereitet hatten. Er erklärte uns die Jahresringe und ließ uns sogar an einem Baum-Telefon lauschen: Wer von uns bei dem umgestürzten Baum das Ohr auf den Stamm legte, konnte genau hören, wie der Förster mit seinem Stock einige Meter entfernt auf dasselbe Holz klopfte.
Und dann pflanzten wir die Bäume. Damals ging mir diese Eiche noch nicht mal bis zu Hüfte. Schau, wie groß sie ist!“.
Als der Alte mit seinem Urenkel hinauf in die Krone des Baumes schauen, sehen sie dort ein rotbraunes Eichhörnchen sitzen. Es schaut sie kurz an mit seinen dunklen Knopfaugen und verschwindet flink zwischen den Ästen.
„Wer weiß, vielleicht ist das ein Nachkomme von dem Eichhörnchen, das wir damals bestaunt haben. Im Zickzack-Kurs hüpfte es von Ast zu Ast. Meine Mitschüler und ich trafen damals eine wichtige Entscheidung: Wir wollen alles dafür tun, dass dieses Eichhörnchen  und seine Nachfahren - seinen Lebensraum behält. Denn der Wald ist tatsächlich ein ungeheuer wertvoller, aber auch zerbrechlicher Schatz!“.

Förster
 

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