- September 2026
„Naja, immerhin größer als eine Kirsche ist er schon!“
Ganz ehrlich: die Äpfel waren dieses Jahr ziemlich klein. Viel Regen gab es im Sommer ja nicht. Aber was soll’s? Klein heißt ja nicht schlecht!
Zusammen mit Familie Mohl durften wir auf einer Streuobstwiese der Gemeinde Dußlingen Äpfel und Birnen sammeln. Wir haben gezählt und gezählt – mehrmals bis 100. Irgendwann war klar: Das sind echt viele!
Dann kamen die Äpfel in die Presse: aussortieren, waschen, häckseln – und plötzlich hieß das Ganze „Maische“. Klingt ein bisschen komisch, gehört aber so.
Dann wurde gepresst. Und endlich kam der Saft! Sooo lecker!
Sogar der Rest wird noch gebraucht: Der gepresste „Apfelkuchen“ ist Futter für die Rehe.
Eine Schülerin sagte am Ende:
„Das war der schönste Schultag in meinem ganzen Leben!“
Und wir sind nach unserem Apfeltag noch lange nicht fertig: Im November pflanzen wir unseren eigenen Apfelbaum. Dann wollen wir beobachten, wie er wächst, blüht, bestäubt wird und irgendwann Äpfel trägt. Auch Tiere und Wiesenblumen schauen wir uns genauer an.
Danke an die Gemeinde Dußlingen für die Bäume und Familie Mohl alles andere.
Kleine Äpfel – aber ein richtig großer Tag für die 2b!
Ganz schön tierisch!
Die zweiten Klassen der Anne-Frank-Schule waren gemeinsam auf dem Kinderbauernhof unterwegs – natürlich mit ihren Lehrerinnen und jeweils einer weiteren Begleitperson. Schon der Hinweg war ein kleines Abenteuer: ganz schön lang und ziemlich kalt. Zum Glück schien auf dem Rückweg die Sonne.
Und wir rochen da auch schon ein bisschen anders als morgens.
Lola ist erst fünf Wochen alt!
Auf dem Hof warteten jede Menge Tiere auf uns. Besonders süß war Lola. Sie ist ein kleines Zwergzebu-Kälbchen und gerade einmal fünf Wochen alt. Ihre helle Mama heißt Lucy, ihr dunkler Papa Medan. Zwergzebus sind kleine Rinder mit einem Höcker. Sie sehen ein bisschen so aus, als hätte jemand eine Kuh mit einem Kamel gekreuzt. Und was mögen sie besonders gern? Altes Brot und Heu!
Feueraugen und Eisaugen
Auch bei den anderen Tieren gab es einiges zu staunen. Das Huhn Regine hat echte Feueraugen. Kicker und Schnatter heißen die beiden Laufenten. Und die Gänse? Die haben eisblaue Augen und leuchtend orange Schnäbel. Wir haben außerdem gelernt: Der Ring an ihrem Fuß ist fast wie ein Personalausweis.
Schweinegeheimnis entdeckt
Dann kamen Schorsch, Sissi, Sieglinde und Siggi. Vier Schweine. Sie sind erst sieben Monate alt – aber schon riesig! Natürlich mussten wir mit ihnen grunzen. Das gehört sich schließlich so. Und wir haben ein echtes Schweinegeheimnis entdeckt: Hinter den Ohren sind ihre Borsten plötzlich ganz weich. Damit hatten wir nicht gerechnet.
Augen zu auf dem Pferderücken
Das Pferd auf dem Hof ist schon 28 Jahre alt. Einige von uns hatten am Anfang ganz schön Respekt vor den großen Tieren. Vor allem ein Pferd wirkt von unten noch viel größer als auf einem Bild.
Aber dann wurden wir mutiger. Am spannendsten war es, auf dem Pferderücken zu liegen. Manche haben sich sogar getraut, die Augen zu schließen. Das war richtig cool.
Lakritz und Sams
Bei den Hasen hatten wir schnell unsere Lieblinge gefunden. Lakritz ist ganz schwarz. Sams ist schwarz-weiß. Und weil die Hasen im Moment die jüngsten Tiere auf dem Hof sind, waren sie natürlich besonders beliebt.
Mistkarren statt Matheheft
Auf einem Bauernhof wird aber nicht nur gestreichelt. Wir mussten auch arbeiten. Mit voll beladenen Mistkarren ging es zum großen Misthaufen. Und dafür brauchte man ganz schön viele Muckis! Dann hieß es: Schubkarre hoch – und alles runterkippen.
Wer hätte gedacht, dass Mist wegfahren so viel Spaß machen kann?
Achtung, neugierige Tiere!
Unsere Rucksäcke waren interessant. Wir mussten sie gut verschließen, damit unser Vesper wirklich unser Vesper blieb. Dafür gab es natürlich Futter für die Pferde und Leckerlis für den Hund.
Am Ende wussten wir ziemlich genau, wie ein Hund riecht, wie sich verschiedene Tiere anfühlen und wie neugierig sie sein können. Und aus dem ersten Respekt vor manchen großen Tieren wurde bei vielen ganz schnell Vertrauen.
Und wie rochen wir danach?
Sagen wir es so: Auf dem Hinweg rochen wir nach Schule. Auf dem Rückweg eher nach Bauernhof. Aber das war uns ziemlich egal. Denn wir hatten einen richtig tollen Tag – mit Feueraugen, Schweineborsten, Pferderücken, Mistkarren und jeder Menge neuen tierischen Freunden.
Mit Förster Gerster auf Schatzsuche im Wald
Was macht eigentlich ein Borkenkäfer unter der Rinde? Warum ist ein toter Baum im Wald ziemlich lebendig? Und was hat New York mitten in unserem Wald verloren?
Das alles haben wir bei unserem Waldvormittag mit Förster Gerster herausgefunden.
Alle zweiten Klassen der Anne-Frank-Schule durften jeweils einen Vormittag lang raus aus dem Klassenzimmer und hinein in den Wald. Dort wartete schon Herr Gerster auf uns. Und er kennt sich im Wald richtig gut aus!
Zuerst erklärte er uns, wie der Kreislauf des Waldes funktioniert. Dabei erfuhren wir, dass auch Totholz ganz wichtig ist. Was für uns erst einmal wie ein alter, kaputter Baum aussieht, ist für viele Tiere, Pilze und andere Lebewesen ein richtig wertvoller Lebensraum.
Auch die Luft wurde plötzlich spannend. Wir Menschen brauchen den Sauerstoff, den Pflanzen produzieren. Und die Pflanzen können wiederum das Kohlendioxid gebrauchen, das wir ausatmen. Irgendwie hängt im Wald alles miteinander zusammen.
Auf Schatzsuche abseits der Wege
Dann durften wir etwas tun, was besonders viel Spaß machte: Herr Gerster führte uns mitten hinein in den Wald, weg von den Wegen. Dort sollten wir Waldschätze suchen.
Und tatsächlich: Überall lagen welche!
Wir fanden Federn, besondere Äste und Zweige. Manche sahen aus wie eine richtige Zwille. Ein Kind entdeckte sogar ein Stück von einem abgesägten Baumstamm. Der Rand war so zackig, dass wir sofort an Hochhäuser denken mussten: Das sah aus wie die Skyline von New York! So hatten wir plötzlich ein kleines Manhattan mitten im Wald.
Wir sammelten unsere Schätze, lachten, staunten und hatten tausend Fragen. Herr Gerster beantwortete sie geduldig. Er zeigte uns Blätter von Esche und Eiche und erklärte, woran man die verschiedenen Baumarten erkennen kann. Außerdem erzählte er uns von seiner Arbeit als Förster und davon, warum Waldwirtschaft wichtig ist.
Ein winziger Käfer mit riesiger Wirkung
Besonders beeindruckend war der Borkenkäfer. Herr Gerster zeigte uns, welchen Schaden dieser kleine Käfer an Bäumen anrichten kann und warum befallenes Holz möglichst schnell aus dem Wald gebracht werden muss. Kaum zu glauben, wie viele Eier ein einziges Borkenkäferweibchen legen kann!
Noch spannender fanden wir die Fraßspuren unter der Rinde. Dort konnte man richtige Gänge erkennen – fast wie ein geheimnisvolles Straßennetz.
Die Muster gingen uns nicht mehr aus dem Kopf. Deshalb beschäftigten wir uns auch in den nächsten Tagen in der Schule weiter damit. Mit Pinsel und Farbe zeichneten wir die Fraßgänge nach. Und schließlich kneteten wir sogar Borkenkäfer mit ihren Spuren in der Baumrinde. So kam ein Stück Wald mit zurück in unser Klassenzimmer.
Wer versteckt sich denn da?
Zum Schluss hatte Herr Gerster noch eine Überraschung für uns. Wir liefen einen bestimmten Waldweg mehrmals entlang und sollten ganz genau hinschauen. Denn irgendwo waren Tiere versteckt!
Natürlich waren es keine echten Tiere. Herr Gerster hatte bemalte Tiere aus Holz im Wald versteckt. Nachdem wir sie entdeckt hatten, durften wir sie hervorholen. Zu jedem Tier wusste Herr Gerster etwas zu erzählen: Wo es lebt, was es besonders gut kann und welche erstaunlichen Eigenschaften es hat.
Am Ende waren wir uns ziemlich sicher: Im Wald gibt es viel mehr zu entdecken, als man beim einfachen Vorbeilaufen sieht. Man muss manchmal nur stehen bleiben, genauer hinschauen und jemanden dabeihaben, der sich richtig gut auskennt.
Vielen Dank, Herr Gerster, für diesen spannenden Vormittag und dafür, dass Sie uns Ihren Wald mit ganz neuen Augen gezeigt haben!